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Unterwegs notiert:

 

 

Mit Linda (5), unserer jüngeren Enkelin, schaue ich mir alte Familienfotos an ... darauf sieht sie Mama & Papa um einige Jahre (sichtbar) jünger und ist amüsiert. Auch die Ur-Omas und der Ur-Opa, noch zu ihren Lebzeiten, sind auf einigen Bildern zu sehen. Und so arbeitet es in ihr. Ein paar Minuten später kommt sie in mein Arbeitszimmer, es läuft Musik, sie sitzt auf meinem Schoß und sagt plötzlicH: "Du, Opa, wenn ich mal Mama bin, dann seid Ihr - Oma & Du - schon im Himmel! Stimmt's?"  ... Im Hintergrund läuft genau in diesem Augenblick der flotte, hoffnungsvolle Gospel- und Auferstehungs-Song "Some bright morning, when this life is over, I'll fly away!" ;-))))

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"Ecki" (aus der Serie "Wilsberg") liegt auf der Couch der Therapeutin und ist unglücklich mit seinem Leben, das ihm so sinnlos vorkommt. Auf die Frage nach seinem Beruf, antwortet er: "Ich bin Finanzbeamter". Nach der Beschreibung seiner Tag für Tag  so monotonen, immergleichen, langweiligen Aktenwälzerei lächelt die Therapeutin und sagt: "Sie haben kein BURN-Out, sie leiden unter einem BORE-Out!" .... Ich dachte, es wäre ein Witz, aber den Diagnose-Begriff gibt es wirklich ;-) ... Ich selbst bin davon -  seit letztem Sommer nachberuflich und "i.R." -  nicht betroffen. ;-)

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In den morgendlichen Nachrichten ist von einem Strafprozess die Rede. Im Blick auf das geforderte Strafmaß fällt die Formulierung "Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung" ... Was gemeint ist, liegt auf der Hand, denn vorzeitige Haftentlassungen wg. guter Führung oder andere Gegebenheiten machen den Zusatz sinnvoll - trotzdem klingt die Kombination von "lebenslang ...anschließend" eher nach dem, was wohl *unter* statt  *über* der Erde noch mit ihm passieren wird ... So oder so kommt er da nicht mehr raus ;-)

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Im Zusammenhang mit der Lockerung der Schuldenbremse hören und lesen wir nun ständig von bestimmten  Finanzierungen aus einem sog. "Sondervermögen" ...  Wenn ich mich nicht irre, heißt "Vermögen", dass ich etwas besitze, etwas habe, mein eigen nenne - und als Vermögender kann ich davon etwas teilen und abgeben... Doch Wikipedia korrigiert den Sprachmißbrauch:  "Die Kreditaufnahme der Sondervermögen trägt zur Staatsverschuldung Deutschlands bei." Es geht also - in der Zuordnung - um's Schuldenmachen und um eine Verfügungsgewalt über etwas, was ich eigentlich  garnicht habe ... Wie schön (*Ironiemodus ein*), wenn Sprache sich immer wieder wunderbar eignet, um Eckiges rund zu machen und Saures zu versüßen ....

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Ich schicke unserer Tochter in Holland eine Whatsapp-Nachricht und diktiere meine Sätze, statt sie zu tippen ... Im Text wird aus dem phonetisch gesprochenen " a bad Cristian" ein "a bed Christian" ... und der "schlechte/miserable Christ" wird zum "Bett-Christen" ... Nun ja, der Ruf zum Aufwachen, zum Aufstehen und zur Wachheit ist ja durchaus evangeliumsgemäß --- So, wake up, sleepy head! ...  "Nimm dein Bett und geh!" (Johannes 5,8).

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"Fange an, immer weniger zu wissen" (Herman van Veen. Bevor ich es vergesse) ...

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Jahrelang habe ich - in der Fülle meiner Bücher - ein einziges Buch vermisst,von dem ich genau wusste, dass ich es besitze und nicht verschenkt, irgendwo vergessen oder weggeschmissen habe ... Ein Rätsel und eine Unbegreiflichkeit, die mich ein bisschen verrückt gemacht hat, denn: Es MUSS doch da sein - bloß WO????? --- Dann kam der Umzug, das Bücher-in-Kisten-Packen, das Buch war nicht dabei. Erst als die Regale abgebaut wurden, das Zimmer fast leer war, tauchte es aus der Versenkung hinter einer Rückwand wieder auf, dieses Büchlein, das sich meinem Verstand & Blick so lange entzogen hatte ... Heute griff ich wieder nach dem Buch, Thomas Merton über die "Geistigkeit des ZEN". Ich schmunzle, dass es ausgerechnet ein Buch über ZEN gewesen ist: Denn die sog. ZEN-KOANS sollen den Schüler dahin bringen, an seinem Verstand zu zweifeln und irre zu werden - ZEN will uns dazu bringen, alles "wegzuräumen", was uns den Blick für das Gesuchte versperrt - und die ZEN-Erleuchtung wird mit der Erfahrung des "Leer-Werdens" und darin Findens verbunden ;-))) --- So gesehen, war das Suchen & Finden eine kleine Übung in ZEN, auch ohne Sitzkissen.

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Auf Facebook häufen sich kurze Clips, die zeigen, wie kleine Zaubertricks (mit Fingerfertigkeit, versteckten Hilfsmitteln und verblüffend optischer Täuschung) funktionieren. Es macht Spaß, zuzuschauen, zu staunen, "hinter" die Magie zu gucken und es hier & da mal selbst auszuprobieren ... So geschieht schon im Kleinen eine "Entzauberung der Welt" - wenn man die richtige Perspektive einnimmt.

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"Die Kranken und all jene, die leiden, können auch Heiler sein. Ihre Verwundungen werden zur Kraftquelle ihrer Geschichten." (Irvin D. Yalom) Warum? Weil Geschichten, die aus Verwundungen erwachsen,  heilen können, Identifikationen & Empathie ermöglichen, Motivation und Kräfte wecken.

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Immer wieder ärgern mich eigene Flüchtigkeitsfehler, wenn ich eine gerade abgeschickte Mail noch einmal - aber zu spät für's Verbessern - durchlese. Und zurückgegebene Klassenarbeiten fallen mir ein, wo ein korrigierender Rotstift vorwurfsvoll-mahnend genau diesen Vermerk "Flüchtigkeitsfehler" an den Rand geschrieben hat, bei Häufigkeit mit Ausrufezeichen! ;-)

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"Na, habt ihr euch schon angefreunder?" fragen Erwachsene manchmal ihre Kinder, wenn sie sich in neuen sozialen Situationen zurechtfinden müssen und Kontakte suchen ... Aber Kinder sind auch sehr kreativ in überraschenden Wortschöpfungen. So erzählt die Enkelin am Mittagstisch vom Vormittag in der Schule (1. Klasse) und sagt, eher beiläufig: "L. und S. haben sich dann wieder ABGEFREUNDET ..." ;-)))

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Übermorgen beginnt die vorösterliche Passions- und (für Viele) Fastenzeit. Das Motto heißt "7 Wochen OHNE" ... Umgekehrt kann es aber auch eine heilsame Herausforderung sein, wenn wir uns zum Motto nehmen "7 Wochen MIT", wie immer dieses "MIT" gefüllt sein wird. Zum Beispiel: "7 Wochen MIT (mehr) GEDULD" durch's Leben und durch den Alltag gehen. Schon beim Schreiben merke ich, wie wenig dieses Vorhaben und dieser Vorsatz ein Selbstläufer ist ;-)

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"Friedrich Merz ist stärker auf die linken Kräfte im Land angewiesen, als im lieb ist. Er sollte sehr bald mit den *Omas gegen Rechts* Kuchen essen!" (Zeit-Online) ... Jou, und die Schlagsahne kommt dann dahin, wo sie hingehört ;-)

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Für den Kölner Karnevals-Zug gibt es Wagen, die nicht nur für Heiterkeit sorgen, sondern auch für Protest und Empörung. Dazu gehört in diesem Jahr eine Installation, bei der ein großer, lockender Zeigefinger aus dem Beichtstuhl erscheint und einen Messdiener zu sich ziehen möchte, darüber der Satz "Jesus liebt dich!" ... Und prompt erfolgt die Entrüstung seitens der katholischen Kirche, des Erzbistums und der CDU, angesichts einer solchen "peinlichen Entgleisung". Problematisch sei, dass "hier Jesus selbst mit dem Missbrauch in Verbindung gebracht werde" .... Hallo? - Wie arm, verquer und unbußfertig ist diese Reaktion von den "Stellvertretern" eben dieses Jesus, die nun meinen, seine "Ehre"  und ihre eigene Reputation behaupen zu müssen. Jeder Depp, und sei er noch so alkoholisiert im Schatten des Doms, weiß wohl zu unterscheiden zwischen dem Mann aus Nazareth und dem Laden, dem hier zu Recht vorgeführt wird, was in der Tat zum Himmel schreit.

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".... nicht nur den Klang der Wörter wolle er hören, sondern den Klang der Leute, den Klang ihres LEBENS." (aus dem Roman: Das Gewicht der Worte/Pascal Mercier)

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Alles Private - in der eigenen Lebenswahrnehmung und Lebensgestaltung, im Tun und Hoffen, Wünschen und Gestalten - relativiert sich zur Zeit immer wieder sofort angesichts des Weltgetriebes, wie es uns in den Abend-Nachrichten und Medien Tag für Tag begegnet ... Umso mehr braucht es unser *Dennoch & Trotzdem", woraus immer es sich speist ...

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Selber verletzt zu werden, berührt die schmerzliche Frage, wo und wie wir selbst ebenso andere Menschen mit unserem Tun und Verhalten verletzt haben.

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Wenn wir Menschen unsere bis dato vertrauten Wohn- und Lebensräume mit einem Umzug verlassen, orientieren wir uns neu, richten und finden uns ein ... vielleicht bringen wir aber auch unsere Haustiere mit ins neue Zuhause. Für's Aquarium mag das eine Platzfrage sein, für den Vogelkäfig auch, auch Kaninchen, Hamster & Mäuse werden nicht weiter orientierungslos sein. Bei Hunden ist es schon spannender, aber sie sind anpassungsfähig. Bei Katzen ist es spannender, denn sie sind in der Regel Gewohnheitstiere, die Veränderungen nicht gerne haben ... Jezt gerade heißen wir unsere *Lotta* (mittlerweile auch schon eine ältere Katzendame) willkommen, die auf ihren Pfoten auch ihr neues Zuhause erkundet ... Sie scheint zufrieden - und wir sind es auch ;-)))

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wird fortgesetzt

 


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